Das Schwedische Königspaar zu Gast im CHAMÄLEON

Königsbesuch

Ein außergewöhnlicher Tag liegt hinter uns! Das CHAMÄLEON erhielt königlichen Besuch und es war aufregend und besonders und wir sind noch immer etwas benommen von dem ganzen Trubel des Morgens.

Am 7. Oktober fand in unserem Theater ein Seminar zum Thema „Neuer Zirkus und Inklusion“ statt, das in Zusammenarbeit mit der Schwedischen Botschaft veranstaltet worden war. Gastgeber waren unsere künstlerische Leiterin Anke Politz und unser Direktor Hendrik Frobel, die Experten aus den Bereichen Theater, Politik, Kunst und Pädagogik einluden, um sich gemeinsam über mögliche Ansätze für eine inklusivere Gesellschaft auszutauschen.

Als besondere Gäste begrüßten wir König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia von Schweden sowie Frau Åsa Regnér, Schwedens Kinder-, Senior- und Gleichstellungsministerin, die im Rahmen des Staatsbesuchs einen Teil der Gespräche verfolgten. Das schwedische Königspaar eröffnete die Veranstaltung und nahm rege an der Diskussion teil und auch das anschließende Gespräch mit den Teilnehmern des Seminars war sehr tiefgreifend und inspirierend.

Zu  den Teilnehmern zählten die Leiter des Zentrum für bewegte Kunst und des Circus Sonnenstich, Anna-Katharina Andrees und Michael Pigl-Andrees, die wertvolle Erkenntnisse aus nahezu 20 Jahren inklusionsorientierter künstlerischer Arbeit mit Artist*innen mit und ohne Down-Syndrom und anderen Lernschwierigkeiten in die Runde einbrachten. Ebenfalls Teilnehmerin der Runde war Anna Nerman des Cirkus Cirkör, der in Schweden bereits seit Jahren große Erfolge in der soziokulturellen Bildungsarbeit im Bereich Neuer Zirkus verzeichnen kann.

Die Runde wurde ergänzt durch die Kulturrätin der schwedischen Botschaft in Deutschland, Nina Röhlcke, sowie die Geschäftsführer des CHAMÄLEON Theaters sowie der CHAMÄLEON Productions Hendrik Frobel und Anke Politz. Für die beiden Gastgeber ginge es vor allem darum, „sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsame inklusive Ansätze zu entwickeln“ so Hendrik Frobel. Anke Politz fasst die Bedeutung von Neuem Zirkus im Hinblick auf eine inklusive Gesellschaft  zusammen:

„Wir als Kunstarbeiter und Betreiber öffentlicher Orte sollten die Aufgabe und Vorreiterrolle haben, freie Räume zu schaffen, die unsere gesellschaftlichen Werte aufzeigen und schützen müssen. Wir sollten Wirklichkeit abbilden und ethisch mitgestalten, Visionen konkret erlebbar machen und ständiger Impulsgeber hin zu neuen künstlerischen Ausdrucksformen sein.“

Es war ein wunderbarer, spannender und sehr inspirierender Tag. Vielen, vielen Dank an alle Beteiligten!

Bild: Jonas Ekströmer, Schwedische Botschaft

 
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