Wir, das CHAMÄLEON: Ein Interview mit unserer Reservierungsleiterin Meike Möller

Hinter den Kulissen

Seit dem 21. April ist klar: Das CHAMÄLEON befindet sich in einem verfrühten „Sommerschlaf". Für uns als privatwirtschaftlich geführtes Haus ohne staatliche Subventionen bedeutet die staatlich angeordnete Schließung, den Betrieb auf ein Minimum herunterzufahren, um diese Krise bestehen zu können. Dennoch sind wir in den nächsten Monaten für Euch da - virtuell, aber mit vollem Herzen und großer Vorfreude auf ein analoges Wiedersehen!
   

In unserer Reihe "Wir, das CHAMÄLEON" stellen wir Euch diesmal unsere Reservierungsleiterin Meike Möller vor. Sie begann 2009 bei uns als studentische Aushilfe an der Theaterkasse, wechselte noch während ihres Uniabschlusses ins feste Team und ist seither für viele Gäste die freundliche Stimme bei Ticketbuchungen. Noch bis vor Kurzem wirbelte sie mit Headset und guter Laune durchs Büro, seit Mitte März beantwortet sie Eure Anfragen aus dem Heimbüro.

  

Wann warst Du das erste Mal im CHAMÄLEON und was war der Anlass?

Meike Möller (MM): Tatsächlich für mein Vorstellungsgespräch, das mehr als spontan kam, als ich mit meinem Berlinbesuch beim Chinesen essen war und ich aber schnellstmöglich ins Theater zum Gespräch sollte. Ich kannte das CHAMÄLEON vorher gar nicht, nur mein Schwager hat bereits dort seit Kurzem gearbeitet. 

  

Dein Schwager ist Ralph Aschhoff, der Produktionsleiter des CHAMÄLEONs. Wie ist das so mit Familie zu arbeiten?

MM: Für meine Schwester furchtbar, für uns ok. Dadurch, dass er ja in der Produktion und somit im Abenddienst arbeitet, sehen wir uns nicht ganz so häufig, insofern klappt das eigentlich super.

 

War der Wechsel vom Studentenjob als Kassenmitarbeiterin zur Stelle im festen Team ein großer Perspektivwechsel für Dich?

MM: Ich war in der Zeit völlig unzurechnungsfähig, weil ich komplett vergraben war, um meine Diplomarbeit fertig zu bekommen. Damals war für mich die große Perspektive und der Grund, ja zu sagen, dass ich direkt erst einmal einen festen Job habe. Und natürlich wollte ich auch nicht wirklich weg vom CHAMÄLEON!

  

  

Wie alle Kollegen arbeitest auch Du derzeit im Home Office. Funktioniert das für Dich gut und kannst Du dem Heimbüro auch etwas Positives abgewinnen?

MM: Am Anfang war es schwer –ich arbeite normalerweise mit zwei großen Monitoren und habe einen sehr großen Schreibtisch, den ich auch immer voll nutze. Das hab ich zuhause nicht und die Arbeit am Laptop und mit einem WTS-Server dauert einfach länger und man muss viel mehr improvisieren. Dazu fehlen natürlich auch die Schnacks mit den Kollegen, die man immer wieder zwischendurch ansetzt. Dafür hab ich aber auch die Möglichkeit, jede Mittagspause eine Stunde mit den Hunden zu laufen und morgens gleich früh zu starten, ohne erst ins Büro radeln zu müssen. Und ich kann die Zeit nutzen, auf meinem Balkon meine Pflanzen zu betüddeln.

 

Worauf freust Du Dich am meisten, wenn das CHAMÄLEON wieder geöffnet hat?

MM: Auf meine Kollegen, den täglichen Wahnsinn und den Geruch des Theaters!

 

In diesem Sinne: Kommt gut durch den aktuellen „täglichen Wahnsinn", bleibt gesund und vergesst uns nicht!

Fotos: Lucia Gerhardt

 
Keine Gewähr auf Vollständigkeit.