Tangram

Auf einer Bühne jongliert links ein Künstler mit zwei Bällen, während rechts eine Künstlerin im Spagat springt.
Auf einer Bühne stehen zwei Artisten weit von einander entfernt und balancieren synchron einen Ball auf dem angeschrägten Kopf.
Ein Künstler streckt auf einer Bühne sein Bein nach hinten, auf dessen Wade sich eine Künstlerin elegant hinlegt.
Zwei Artisten liegen im Scheinwerferlicht einer Bühne auf dem Boden und einer balanciert einen Ball auf seinem Kopf.

Sie zeigt ihm die kalte Schulter. Er stößt sie weg. Doch beide würden sich lieber leidenschaftlich umarmen.

Liebe ist Himmel und Hölle zugleich. Komplex, sexy und respektlos phantasievoll zeichnet Tangram die Grenzen des Tanzes, des zeitgenössischen Zirkus und des physischen Theaters neu. Von der renommierten Tänzerin Cristiana Casadio und dem Weltklasse-Jongleur Stefan Sing kreiert und aufgeführt, beschreibt Tangram auf fesselnde Weise den menschlichen Kampf von Anziehung und Zurückweisung.

Wo früher die Tanzschuhe auf der Tanzfläche blieben und die Jonglierbälle auf die Zirkusmanege gebunden waren, spielen heute beide wild über die Bühne. Casadio und Sing hauchen mit ihrem Zusammentreffen ihren Kunstformen neues Leben ein und erzählen eine Geschichte von Liebe, Verachtung und vor allem Macht. Ob sie wie eine Marionette an den Fingerspitzen ihres Partners hängt oder er sich vor einem Kugelhagel abschirmt – das Paar verkörpert Leidenschaft und Wut zugleich. Tangram fragt, was es bedeutet, sich der Liebe hinzugeben, und fragt uns, wer die Kontrolle hat.

 

Weitere Informationen:
Dauer: 70 Minuten (keine Pause)
Altersempfehlung: 8+
Sprachhinweis: Kein oder sehr geringer Sprachanteil

Karten regulär 20 € / mit Circus Card 17 €

Circus Card

Performer:innen: Cristiana Casadio, Stefan Sing
Titelbild: Andrea Macchia
Fotos: Ellen Schmaus, Ilaria Costanzo, Joshua Dyff

 

Über die Kompanie

Cristiana Casadio
Nach ihrer Profikarriere in der Rhythmischen Sportgymnastik (italienische Meisterin 1993) setzte Cristiana das Studium des Balletts und des zeitgenössischen Tanzes fort und wurde 1998 als Trainee für die Kompanie Aterballetto unter der Leitung von Mauro Bigonzetti ausgewählt. Sie erhielt auch Stipendien am „Merce Cunninghum Studio“ und am „Peridance Center“ in New York.
Sie tanzte u.a. für die Botega Dance Company (IT), das J.K.Tyl Theater Pilsen (CZ) und von 2002-2009 war sie Mitglied des Balletto dell’Esperia (Turin, IT), wo sie Hauptrollen tanzte. Sie tanzte Stücke von Enzo Celli, Michele Pogliani, Renato Greco, Bronislav Rosnos, Alena Peskova, Libor Vaculìk, Inmacolada Rubio, Hervè Costa, Eugenio Scigliano, Laura Corradi und Paolo Mohovich.
Seit 2010 arbeitet Cristiana als Freiberuflerin und lebt in Berlin. Sie nimmt an verschiedenen Produktionen sowohl als Tänzerin als auch als Choreographin teil. In den Jahren 2017/18 wirkte sie als Tänzerin und Choreographin in „Menschen, Orte und Dinge“ des Berliner Ensembles mit. Zurzeit ist sie mit ihren neuen Werken „home“ und „double“ auf Tour.
Cristiana gibt auch Kurse für zeitgenössischen Tanz und choreographische Workshops (z.B.: Barker-Theater (Turku, Finnland) – „Officina delle arti“ (Cesenatico,Italien) – Japanisches neues Zirkus-Festival (Yamaguchi, Japan) – Centro Nacional de las Artes CENART (Mexiko-Stadt) – Dock11 (Berlin) -„Katakomben-Zentrum für darstellende Kunst“ (Berlin) – Katapult (Berlin) – Marameo (Berlin).

 

Stefan Sing
Stefan Sing, ein Meister der zeitgenössischen Jonglage, entwickelt seit 1985 seinen einzigartigen Stil. Stefan schloss sein Universitätsstudium in Philosophie und Germanistik ab und studierte anschließend Performancetechnik und Tanz an der ICAT in Berlin. 2009 wurde Stefan von der neuen Zirkusgruppe „AIUAIO“ des Jeunes Talents Cirque zum Preisträger ernannt. Im selben Jahr schuf er seine Solo-Produktion “ Pigeon, why do you scare me?“. Derzeit tourt Stefan mit seinem Solostück „entropía“ und arbeitet als Regisseur/Choreograf der Jongliertruppe „critical-mess“, die ihr Stück „DODAI“ im Frühjahr 2019 uraufführte. Stefan unterrichtet weiterhin an Zirkusschulen auf der ganzen Welt, darunter ESAC in Brüssel, Lido in Toulouse, ENC in Quebec, etc…

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