Vorschau: North of Now
2027 präsentiert das Chamäleon ein bewegendes neues Werk einer der weltweit bedeutendsten Zirkuskompanien, der „Rockstars des Zirkus“, Circa.
„In den Flüssen nördlich der Zukunft werfe ich das Netz aus“, schrieb der Dichter Paul Celan und beschrieb damit einen Raum, der jenseits der Zeit liegt, jedoch nicht jenseits der Hoffnung. Das ist der Raum, in dem die Akrobat*innen von Circa dieses Werk kreieren. Inmitten des Fangs, der noch nicht stattgefunden hat. Der Landung, die am Endpunkt einer noch imaginären Flugbahn existiert. Der Zukunft, die wir nur erschaffen können, indem wir nach ihr greifen.
In zwei packenden Akten versucht das Ensemble, in einer Welt, die sich weigert stillzustehen, das Gleichgewicht zu finden. Dabei arbeiten sie zu Beginn mit komplexen akrobatischen Gruppenchoreografien und später mit eindrucksvoller Luftakrobatik, immer auf der Suche nach der Tiefe im alltäglichen Wunder, das Gewicht des anderen zu tragen.
Unter der Regie von Yaron Lifschitz, untermalt von den vielschichtigen Kompositionen von Gabriel Cazes und aufgeführt von zentralen Mitgliedern des Circa-Ensembles, ergänzt diese erweiterte, exklusiv im Chamäleon präsentierte Version North of Now um eine zweite Hälfte, die hier ihre Weltpremiere feiert. Das Resultat ist ein Erlebnis, das den Zirkus auf das Wesentliche zurückführt: Eine Person, die vollständig in den Händen einer anderen gehalten wird, ein Körper, der sich der Schwerkraft entzieht, und die atemlose Frage, ob der Fang rechtzeitig gelingen wird.
Der Vorverkauf beginnt am 14. Oktober 2026
Credits
Produziert von Circa
Kreiert von Yaron Lifschitz und dem Circa Ensemble.
Regie und Lichtdesign Yaron Lifschitz
Kompositionen und Sound Design Gabriel Cazes
Kostümbild Libby McDonnell
Weiterhin unterstützt von:
Circa acknowledges the assistance of the Australian Government through Creative Australia, its principal arts investment and advisory body and the Queensland Government through Arts Queensland.
Über die Kompanie
Circa steht für australische Zirkuskunst der Extraklasse und zählt zu den führenden Kompanien der darstellenden Künste weltweit. Mit ihren preisgekrönten Produktionen erfreuen sie ihr Publikum, sorgen für Standing Ovations, ausverkaufte Vorstellungen und begeisterte Kritiken auf der ganzen Welt.
Unter der Leitung von Yaron Lifschitz und in enger Zusammenarbeit mit ihrem Ensemble entstehen Werke, die „eine Revolution in der Ästhetik des Zirkus“ darstellen (Les Echos). Seit über 20 Jahren ist die Kompanie stilprägend für das gesamte Genre: Immer wieder definieren sie den Zeitgenössischen Zirkus neu und zeigen, wie extreme Körperlichkeit tief bewegende, eindrucksvolle Erlebnisse schafft.
Ausgehend von ihrem Heimatort Brisbane touren Circa Jahr für Jahr rund um den Globus, präsentieren neue Kreationen und sind ein fester Bestandteil renommierter Festivals und Bühnen in New York, London, Montréal – und dem Chamäleon Berlin.
Durch ihre vielfältigen Bildungs- und Teilhabeprogramme, darunter die Circa Academy, Circability und Circa Cairns (eine von First Nations geleitete Zirkusinitiative), eröffnen sie neue künstlerische Möglichkeiten, fördern Talente und schaffen Wege für professionelle Entwicklung. Außerdem haben sie bedeutende Projekte realisiert, darunter die künstlerische Leitung des Commonwealth Games Festivals 2018 und das Management von Artour im Auftrag der Regierung von Queensland.
2024 wurde Yaron Lifschitz von der International Society for the Performing Arts ISPA mit dem Distinguished Artist Award ausgezeichnet. Damit reiht sich Yaron Lifschitz in die Riege herausragender Künstler*innen wie Robert Lepage, Laurie Anderson, Leonard Bernstein und Pina Bausch ein.