Blueprint
In diesem ungewöhnlichen Pas de deux bewegen sich die Tänzerin Mijin Kim und der Akrobat Leon Börgens durch ein Spielfeld des Vertrauens, auf der Suche im Miteinander den richtigen Ton zu Treffen. Blueprint ist eine einfühlsame und humorvolle Erkundung, die uns in die feinen Nuancen zwischenmenschlicher Beziehung mitnimmt.
Zirkus und Tanz verbinden sich, wobei das klassisch getanzte Pas de deux buchstäblich auf den Kopf gestellt wird. Zwischen Miteinander, Vertrauen und subtilen Brutalitäten entstehen kleine und große Gesten, die im Gedächtnis bleiben. Zärtlich und entschlossen führen die beiden Bewegungsvirtuos*innen uns bis an die Grenzen ihrer körperlichen Ressourcen und deren lustvoller Erschöpfung.
Die eigens für Blueprint komponierte Musik von Simon Bauer kreiert nahezu unmerklich plastische Räume. Sie baut Brücken und zieht Schluchten aus Klang zwischen Publikum und den pulsierenden Körpern. Nebel und Licht errichten die transparenten Wände die sonst verborgenes sichtbar erscheinen lassen: Ein von der Außenwelt geschütztes Universum für dieses intensive körperliche Zwiegespräch.
Blueprint markiert den Abschluss der Trilogie „Mensch, Hyperobjekt und Transformation“ von Overhead Project. Die Kompanie steht unter der Leitung des Zirkuskünstlers und Choreografen Tim Behren und entwickelt seit über 15 Jahren ihr zirkuschoreografisches Vokabular an der Grenze zwischen Zeitgenössischem Zirkus und Tanz weiter.
Weitere Informationen:
Dauer: 55 Minuten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Sprachhinweis: ohne Sprache
Credits
Kreation, Darsteller*innen: Mijin Kim, Leon Börgens
Künstlerische Leitung, Choreografie: Tim Behren
Musikkomposition: Simon Bauer
Lichtdesign: Moritz Bütow, Birk-André Hildebrandt
Kostümdesign: Fa-Hsuan Chen
Dramaturgie, Recherche: Anna Menzel
Outside eye, intersectional sensitivity reading: Julia Mischke, Senja Brütting
Technische Leitung: Philipp Zander
Produktionsleitung: Lisa Lehnen, Lukas Zimmermann
Management, PR: Mechtild Tellmann
Internationale Netzwerke: Valentina Barone
Fotos: Tom Dachs
Gefördert vom: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturamt der Stadt Köln, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, Kulturamt der Stadt Leipzig sowie durch den LaFT BW e.V. aus Landesmitteln die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat
Mit Unterstützung von und koproduziert: durch LOFFT – DAS THEATER Leipzig, EinTanzhaus Mannheim und die studiobühneköln. Unterstützt im Rahmen des Residenzprogramms von PACT Zollverein (Essen), mit Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die der Projektkonzeption vorangegangene Recherche wurde ermöglicht durch eine Flausen / Take Heart Residenz, gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.
Pressestimmen
Mannheimer Morgen
Zart und stark, humorvoll und farbenreich lotet das Ensemble hierbei die Beschaffenheiten, die Zustände und Wechselwirkungen einer zwischenmenschlichen Beziehung aus
Tanz
Aus der vorgeblichen Ruhe fließt spürbar Kraft und Energie, die sich aus dem Mehrwert von Akrobatik und Tanz speisen
Über die Kompanie
Overhead Project steht für Performances an der Grenze zwischen zeitgenössischem Zirkus und Tanz – zwei Sprachen, die unterschiedliche Perspektiven auf den menschlichen Körper und einen multidimensionalen Zugang zu Raum und Architektur ermöglichen.
Die Kompanie unter der Leitung des Choreographen und Zirkuskünstlers Tim Behren entwickelte sich aus einer intensiven akrobatischen Duoarbeit mit dem einstigen Mitbegründer Florian Patschovsky. Heute besteht das künstlerische Kernteam aus dem Komponisten Simon Bauer, der bildenden Künstlerin Charlotte Ducousso, der Performerin Mijin Kim und weiteren langjährigen Performer*innen und Denker*innen aus verschiedenen Bereichen.
Zahlreiche Produktionen und mehrere Gastchoreographien für Stadttheater mit großen Ensembles sind bisher entstanden. Die Kompanie erhielt für ihre Werke eine Reihe von internationalen Auszeichnungen und Choreografiepreisen, darunter die Tabori Auszeichnung 2022 des Fonds Darstellende Künste und zuletzt den Kölner Tanztheaterpreis 2023 (für „What is left“).