a body and other objects
a body and other objects erkundet das Spannungsfeld zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit, Körperlichkeit und Objektcharakter, Realität und Illusion. Immer wieder fordert das Stück unsere Wahrnehmung heraus und zeigt, welche ungeahnten Möglichkeiten entstehen, wenn wir herkömmliche Vorstellungen über die Fähigkeiten eines Körpers loslassen.
Durch tiefes Vertrauen und eine fein abgestimmte Zusammenarbeit schaffen Ana und Vincent einen intimen Raum, in dem die Mechanismen von Verbindung offengelegt werden. Körper und Objekte werden untrennbar miteinander verbunden und verflochten, mal durch Berührung, mal mit Hilfe von Seilen. Karabinerhaken, Seile und Spleißnadeln treten ins Zentrum des Geschehens, wenn Ana und Vincent die Kunstfertigkeit und performative Kraft des Rigging sichtbar machen. Dabei schwankt das Stück ständig zwischen Illusion und Enthüllung und ermutigt uns, unsere Zweifel loszulassen, bevor es die dahinterliegende Realität offenbart.
Begleitet von Fabian Lautes vielschichtigen musikalischen Kompositionen lädt uns a body and other objects dazu ein, den Zauber des Alltäglichen neu zu entdecken – als Feier der Schönheit radikaler Fürsorge und der Verbundenheit aller Dinge.
Weitere Informationen:
Dauer: 65 Minuten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Sprachhinweis: ohne Sprache
Credits
Regie: Ana Jordão
Darsteller*innen: Ana Jordão, Vincent Kollar
Choreografische und dramaturgische Assistenz: Yotam Peled
Musik und Sound Design: Fabian Laute
Begleitung des Forschungsprozesses: Geordie Brookman, Benjamin Richter, Pia Meuthen, Marta Alstadsæter, Kim-Jomi Fischer, Francesco Barba, Aleš Hrdlička
Lichtdesign: Boy den Boer
Produktionsberatung: Geordie Brookman, Anke Politz
Fotos: Jakub Dušek, Dave Grossmann, Sara Huh, Nils Sørensen, Rene Staebler, Bernadette Wozniak
Residenzen: Espaço do Tempo (PT), Pfefferberg Theater (DE), CIRQUEON (CZ), Panama Pictures (NL), Chamäleon Theater (DE), Dynamo Workspace (DK), Schloss Bröllin (DE)
Das sagt die Presse
Dynamo Workspace
ein relevantes, zeitgemäßes und wichtiges Stück, das für die Zirkuskunst von großer Bedeutung ist
Entr’act
eine stille Poesie, die dazu einlädt, langsamer zu werden und anders zu schauen: auf den Raum, auf die Bewegung und auf die Luft zwischen uns
Über die Künstler*innen
Ana Jordão ist eine in Berlin lebende Zirkusautorin und Performerin, die an der Schnittstelle von Zirkus und Tanz arbeitet. Ihre Werke zeichnen sich durch eine innovative Methodik und einen unverwechselbaren Stil aus, indem sie Zirkussprachen auf ungewöhnliche Weise einsetzt. Ihre künstlerischen Kollaborationen reichen von ortsspezifischen Arbeiten über Lecture-Performances bis hin zu veröffentlichten Artikeln. In ihrer neuesten Arbeit a body and other objects erkundet Ana das Zusammenspiel von Hairhanging mit Disziplinen wie Partnering, Kampfsport und Neuer Magie. Das Projekt war eins von drei künstlerischen Vorhaben, die für das „Theaterpreis des Bundes“- Residenzprogramm des Chamäleons ausgewählt wurden. Ana ist Mitgründerin des Kollektivs 0/1 und engagiert sich aktiv im BUZZ, bei Zirkus ON und KulturRäume, wo sie sich für die Bedürfnisse der lokalen freien Szene des zeitgenössischen Zirkus einsetzt.
Vincent Kollar begann seine Zirkusausbildung an der Etage (Berlin) und machte seinen Bachelor-Abschluss in Zirkuskunst an der CODARTS. Als Spezialist in der Manipulation des Meteors ist er ein Pionier dieser traditionellen chinesischen Zirkusdisziplin und gilt heute als einer der führenden zeitgenössischen Vertreter des Meteors in Europa. Seine Soloperformances beschäftigen sich mit Themen wie Risiko und Nachhaltigkeit und beinhalten eingehende Erkundungen von Elementen wie Feuer, Pulver, Wasser und anderen Flüssigkeiten. Vincent tourte mehrere Jahre mit The Great Bean des Scapino Balletts Rotterdam und arbeitet derzeit mit Cie Marta & Kim (NL) in FASE sowie mit Ana Jordão in a body and other objects. Als zertifizierter Rigger faszinieren ihn besonders die kreativen Aspekte des Riggings in Zirkusproduktionen. Aktuell ist er als Rigger mit Diana Salles und ihrer preisgekrönten Produktion DELUSIONAL – i killed a man auf Tour.