Palianytsia

Bühnenmoment: Eine schwarz gekleidete Künstlerin steht auf einer dunklen Bühne in einem Lichtkegel, umgeben von unzähligen, leuchtenden Seilen, die von der Decke herab hängen. Sie ist uns mit dem Rücken zugewandt und tanzt.
Ein Moment aus dem Stück: Akrobatin Charlotte trägt ein kurzes, schwarzes Kostüm und kniet mit verlorenem Gesichtsausdruck auf dem Boden. Um sie herum hängen die vielen weißen Seile ihres Multi-Chord-Instruments in drei Bündeln wie Vorhänge von der Decke. Links daneben stehen die drei Musiker und spielen Akkordeon und Pauke.
Charlotte steht in der Mitte der Bühne, ihre gestreckten Arme greifen zum Reifen ihres Multi-Chords-Instruments, von dem links und rechts wie ein geöffneter Vorhang viele weiße Seile bis zum Boden hängen. Auf dem Boden sind weiße Jonglierbälle verstreut.
Akrobatin Charlotte steht im Handstand mit gespreizten Beinen auf der obersten Stufe einer Treppe. Neben ihr steht Jongleur Alexander, gebeugt über sein Knie, und balanciert einen weißen Jonglierball auf seiner Schläfe.
Das Musikanten-Trio in Aktion: Links Aurel an der Pauke, in der Mitte Jean-Sébastien am Akkordeon und rechts Benjamin an der Posaune.
Charlotte hängt kopfüber mit gespreizten Beinen an den Seilen ihres Multi-Chords-Instruments.

Drei boshafte Musiker. Zwei verliebte Zirkusartist*innen. Palianytsia zeichnet den Weg eines Paares, das durch Leben und Geschichte auseinandergerissen und wieder zusammengeführt wurde.

Palianytsia ist der Name eines traditionellen ukrainischen Brotes, das selbst unter schwierigsten Bedingungen gebacken werden kann – ein Symbol für die Widerstandskraft einer bedrohten Kultur. Die Compagnie Zalataï hat ein außergewöhnliches und tief bewegendes Stück geschaffen, das erkundet, wie zwei Menschen auch unter größter Gefahr ihre Verbindung zueinander aufrechterhalten.

Live begleitet von einem Folk-Trio verbinden der Jongleur Alexander Koblikov und die Multicordes-Künstlerin Charlotte de la Bretèque überirdische technische Fähigkeiten mit zutiefst persönlichen Erzählungen. So reflektieren sie nicht nur den Krieg in der Ukraine, sondern auch die unerschütterliche Fähigkeit der Menschheit, im Angesicht von Gefahr zu überleben und aufzublühen.

Weitere Informationen:
Dauer: 55 Minuten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Sprachhinweis: Momente auf Deutsch, Ukranisch, Russisch, Französisch und Englisch. Es sind keine Sprachkenntnisse notwendig, um die Vorstellung zu genießen.

Credits

Darsteller*innen: Alexander Koblikov, Charlotte de la Bretèque
Musiker*innen: Benjamin Lebert, Aurélien Lebreton, Jean-Sébastien Hellard
Künstlerische Zusammenarbeit: Pascaline Hervéet
Lichtdesign: Antoine Monzonis-Calvet
Finanzielle Unterstützung: Department of Maine et Loire, City of Angers, Scène 55 (Mougins), Le Carroi (La Flèche), Espace Senghor (Le May sur Evre)
Residenzen: Centre Culturel Jean Carmet FR, Centre Jean Vilar FR, Scène 55 FR, Carré des Arts FR, Le Carroi FR, Espace Culturel L.S. Senghor FR, Théâtre Foirail FR, Up – circus and performing arts BE
Weitere Partner*innen: Piste d’Azur FR, Ecole des Arts du Cirque La Carrière FR
Fotos: J. L. Chouteau

Begleit­programm

Alle Informationen zu unseren Begleitprogrammen finden Sie hier.

Termine

Auf einer schwarzen Bühne hängt rechts Charlotte von einem dicken weißen Seil von der Decke. Links neben ihr steht das Musikanten-Trio auf einer kleinen schwarzen Treppe und schaut ihr zu. Sie spielen Akkordeon und Pauke.

Über die Kompanie

Compagnie Zalataï wurde 2021 aus dem gemeinsamen Wunsch von Charlotte de la Bretèque und Alexander Koblikov gegründet, ihre künstlerischen Wege zu vereinen und ihre unterschiedlichen Zirkussprachen in einer gemeinsamen kreativen Reise zusammenzuführen.

Von Anfang an hat die Kompanie eine eigene künstlerische Handschrift entwickelt. Mit ihren beiden Stücken Palianytsia und Bal(les) greift Zalataï die Sprache des zeitgenössischen Zirkus auf und lotet zugleich ihre Grenzen aus, indem sie technische Meisterschaft mit poetischen Bildern und emotionaler Tiefe verbindet. Diese Präzision ist mehr als reine Virtuosität: Sie wird zu einem Mittel, um Verletzlichkeit, Präsenz und Authentizität zu vermitteln.

Das Bühnenbild ist bewusst zurückhaltend, beinahe unsichtbar. Es ist das Zirkusgerät selbst, das wechselnde Atmosphären entstehen lässt, Räume erschafft und die Wahrnehmung des Publikums prägt. Jedes Objekt wird zum Erzähler.

Ihre erste Produktion Palianytsia bringt drei Live-Musiker auf die Bühne – eine bewusste und zutiefst persönliche Entscheidung. Für Charlotte und Alexander ist Live-Musik keine Begleitung, sondern eine lebendige, atmende Präsenz, die die Unmittelbarkeit der Aufführung verstärkt und sie fest im Hier und Jetzt verankert.

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